Blind Date

#1
Die hab ich vor vielen, vielen Jahren mal geschrieben. Ich weiss nichtmal, ob ich die so grossartig noch finde. Aber ich dachte eine Geschichte auf der Festplatte verstauben lassen ist auch unfair. Schliesslich hat man ja mal Gedanken und Emotionen da rein gesteckt.
Ich poste die hier mal so nach und nach. Viel Spass und hoffentlich schoenes Kopfkino

1.

Beeke hatte Herzklopfen. Ein blind date! Nicht ganz genau so, wie das üblicherweise gemeint war. Also, sie kannten sich vorher auch nicht. Nur, und darin unterschied sich dieses Treffen vielleicht doch eklatant von anderen sogenannten blind dates, sie würde ihn auch nie wirklich kennenlernen. Zumindest, wenn man unter Kennenlernen auch das gegenseitige Anschauen verstand. Ein blind date eben.

Sie hatte eine Anzeige im Stadtmagazin aufgegeben. Sie hatte zahllose Antworten bekommen und sie war voller Vorfreude mit dem dicken Packen Briefe, die bei der Zeitung auf ihre Chiffre Anzeige hin eingegangen waren, nach Hause geradelt. Die Antworten waren ernüchternd unappetitlich gewesen. Fast eine Art Standartbrief. Nur eben von immer anderen Kerlen. Lauter Leute, die die Dreistigkeit besassen, ihr zu schreiben, wieviel Spass es ihnen machen wuerde Beeke zu foltern und zu vergewaltigen. Von Beekes Spass an der Sache war eigentlich nie die Rede gewesen bis auf – ja, eben bis auf diese eine Zuschrift. Da war von Zärtlichkeit die Rede gewesen, von Schmerzen, von gemeinsam Spaß haben. Da war von Hilflosigkeit und ausgeliefert sein, von Folter und Lust geschrieben. Das klang spannend. Das klang entschieden aufregend.

Sie fuhr die Linie 28 bis zur Endhaltestelle. Sie stieg aus und ging an der alten Linde vor dem Gasthof vorbei, am Feuerlöschteich entlang, dann links am Neubaugebiet vorbei in die Feldmark. Ein wunderbarer Weg zum Schlendern, Träumen, die Natur genießen. Einen halben Kilometer weit schlenderte sie den Weg entlang, bog dann genau an der beschriebenen Stelle in einen schmaleren Weg ab. Ein Trampelpfad fast. Zweige strichen hier und da sanft über ihr Gesicht. Den Spuren nach war noch zu erahnen, daß der Weg von Zeit zu Zeit von Pferden begangen wurde. Aber die Zweige waren von links und rechts weit in den Weg gewachsen. Wer immer hier entlang zu reiten pflegte, hatte das lange nicht mehr getan. Nach zweihundert Metern kam auf der rechten Seite genau die beschriebene Koppel. Eingezwängt zwischen einem Wald und hohen alten Knicks lag sie. Ein herrlich ruhiger stiller Platz zum Träumen. Beeke ging durch den kleinen Zuweg und setzte sich daneben an den Knick. Ihre Hände zitterten vor Aufregung. Es war ein wunderbarer Platz hier. Gegenüber lag der hellgrüne Saum eines alten Buchenwaldes, links ein Knick mit knorrigen alten Bäumen und unzähligen blühenden Büschen und Sträuchern. Nach rechts hin fiel die Koppel sanft ab und wurde zwischen dem Wald und dem Knick, an dem sie saß immer schmaler. Eben, eh sich Waldrand und Knick trafen, ließen sie einen vielleicht zwanzig Meter breiten Durchlaß, hinter dem man zwei, drei Hügelketten sehen konnte und dann weit hinter den Hügeln die Kräne am Hafen. Es war ein wunderbarer sonniger Frühlingstag. Die Sicht war großartig. Man konnte sich einreden die Kabel zu sehen, an denen die Container unter den Kränen schwebten. Kilometer weit weg.

Beeke lehnte sich zurück und blinzelte in die Sonne. Ein blind date! Sie würde ihn nie kennen lernen! Sie würde sich ihm einfach hilflos ausliefern. Sie würde keinen Willen mehr haben und sie würde keine Wünsche mehr haben. Ein Spielzeug – unfähig zu wollen oder zu wünschen! Sie genoß solche Momente der Hilflosigkeit. Einen ihrer schönsten Sommer hatte sie sich mit fünfzehn bereitet. Sie hatte auf dem Dachboden eine Holzkiste mit alten Büchern voll geräumt. Hatte noch ein wenig aufgeräumt auf dem Boden und dann den einen Griff von der Kiste abgebrochen. Sie hatte dicke Wollsocken angehabt, hatte sich ein Geschirrtuch in den Mund geknüllt, die Augen geschlossen, die Kiste mit aller Kraft hochgehoben, fest zugebissen und fallenlassen. Es war ein perfekt inszenierter Unfall gewesen und es war gewissermaßen ein Blattschuß gewesen. Von zehn Mittelfußknochen waren neun gebrochen. Der rechte große Zeh war ebenfalls im Grundglied gebrochen, zwei Fußwurzelknochen des linken Fußes auch. Sie hatte acht Wochen in Gipsfüßen zugebracht, hatte gut drei Monate im Rollstuhl gesessen. Sie hatte ihre Fußschmerzen genossen und ihre Hilflosigkeit. Sie hatte sich mit Behagen abends aus dem Rollstuhl ins Bett gemüht, hatte im Rollstuhl in der Schule gesessen, die Gipsfüße auf einem Stuhl hoch gelegt. Sie mochte das Gefühl von Hilflosigkeit und sie hatte ganz unbestritten ein Faible für schmerzende Füße. Ein blind date! Sie würde sich ausliefern. Ein hilfloses Spielzeug.

Sie hatten bestimmt vier oder fünfmal miteinander telefoniert. Sie hatte einige Zeit gebraucht, bis sie herausbekommen hatte, daß er eine anrufbare Telefonzelle benutzte. Das machte es irgendwie noch spannender für sie. Sie hatten die Modalitäten abgesprochen. Gar nicht so einfach! Irgendwann hatte er ihr vorsichtig die Idee mit diesem blind date unterbreitet. Sie hatte zwei Tage darüber nachgedacht, Tage während derer sie immer aufgeregter und aufgedrehter geworden war. Als sie nach zwei Tagen wieder miteinander telefoniert hatten, hatte sie begeistert zugestimmt.

Blind Date

#2
2.

Sie nahm die Schlüssel und fädelte sie vorsichtig auf eine feine dünne Silberkette. Sie legte sich die Kette um den Hals. Die Schlüssel lagen auf ihrem T-Shirt, genau zwischen ihren Brüsten. Sie zögerte kurz. Sie war sich unsicher. Sie wollte auch nicht zu dick auftragen. Dann band sie die beiden kleinen Schlüssel doch noch mit einem roten Schleifenband zusammen. Sie schaute ihr Werk zufrieden an. Ein weißes T-Shirt, die weite offene cremefarbene Jacke als Rahmen und in der Mitte eine rote Schleife mit zwei Schlüsseln. Sie schluckte noch einmal, dann krempelte sie entschlossen ihre Hosenbeine auf und zog ihre Sandalen aus. Sie hatte wunderschöne Füße. Klein und vielleicht ein wenig breit, so daß sie irgendwie etwas tapsig aussahen, weich geschwungene, kräftige Waden, die sich in einem sanften Schwung in schlanke Fesseln verjüngten, fein herausmodellierte Knöchel, kleine Grübchen vor den Achillessehnen und neben den Fußrücken, runde kleine Fersen, schön geschwungene Fußgewölbe, weiche, straffe Ballen, kräftige kleine, dicke Großzehen und zwei schöne Bögen von kleinen Zehen wie auf einer Perlenkette. Sie hatte wunderschöne Füße. Gut zwoelfhundert Stockhiebe in die nackten Sohlen hatten sie am Telefon abgemacht. Schläge in die Gewölbe, auf die Hacken und in die Wurzeln. Schläge auf die Ballen und die Zehenspitzen. Sie saß gern abends zu Hause vor dem Fernseher, barfuß, den einen Fuß auf dem Oberschenkel und schlug mit einer kurzen Rute in die Sohle. Andere Leute mochten Massagen. Sie mochte eben die Bastonade. Trotzdem, mulmig war ihr jetzt schon. Am Telefon hatte sie gesagt, wir machen das jetzt gleich ab. Sie wollte einen Knebel im Mund haben, wenn es soweit war und sie wollte keine Möglichkeit haben es zu verhindern. Sie war sich auf einmal gar nicht so sicher, wie entsetzlich so eine Folter denn wirklich sein würde. Zwoelfhundert Hiebe hatte sie gesagt. Das war vielleicht verflucht viel. Würde sie hinterher überhaupt noch gehen können. Sicher nicht. Aber für wie lange nicht? Für einige Stunden? Am nächsten Tag wieder? Sie wollte das. Sie wollte das jetzt!

Sie legte die Schellen um ihre Fesseln. Das war ein sehr seltsames Gefühl. Sie hatte das schon oft gemacht. Sie hatte sich in einer echten Aufwallung von Mut ihre Eisen vor gut zwei Jahren in Hamburg gekauft. Sie war damals fast in dem Laden umgefallen vor Aufregung und wäre da nicht diese mütterliche Matrone in dem Laden gewesen, die ihr mit den Worten "Kindchen, das ist nix ungewöhnliches, wenn Du das gerne magst", verschiedene Modelle gezeigt und Vorzüge und Nachteile verschiedener Modelle erläutert. Sie war immer noch rot im Gesicht und mit weichen Knien nach einer halben Stunde aus dem Laden gestapft, aber in einer sehr neutralen Plastiktüte hatte sie ihre Fußfesseln mit nach Hause getragen. Herrliche Eisen! Zwei etwa fünf Zentimeter breite Stahlbänder umschlossen die Fesseln. Auf den Innenseiten mit Leder mit einem Stoffpolster versehen. Das war angenehm, weil es schön weich war und weil es die Fesseln stramm umschloß. Über dem Fußrücken und über der Ferse liefen jeweils zwei etwa einen Zentimeter breite Stahlbänder schräg nach unten und trafen sich dann jeweils unter den Innen- und Außenknöcheln, umschlossen so die Knöchel mit einem dreieckigen Rahmen, vereinigten sich unterhalb der Knöchel zu einen Band und liefen dann geradewegs nach unten und in einem lockeren Bogen unter den Fersen hindurch. Zwischen den beiden Fersenbögen war eine kleine kräftige Öse um die Füße an die Kette legen zu können und genau in der Mitte der Bögen unter jeder Hacke war ein kurzer, kräftiger Dorn, der das Stehen in den Fesseln unmöglich machte. Beeke mochte die Dinger wirklich gern und sie liebte es in den Eisen zu schlafen aber jetzt zitterten ihre Hände, als sie die Bügel zuklappte und in die Schlösser unter den Außenknöcheln einrasten ließ. Es war das erste mal, daß jemand anders diese Fesseln aufschließen werden würde. Und in den Fesseln würden ihre nackten Füße stecken! Und die Füße würden zerschlagen werden!

Sie schüttelte entschlossen ihren Kopf. Sie wollte das und sie würde das jetzt auch machen. Sie nahm Wattepads, Pflaster, einen Jonglierball und ein Halstuch aus ihrer Tasche. Sie riß vier längere und vier kurze Pflasterstreifen ab, klebte sie auf ihr Hosenbein und steckte die Pflasterrolle wieder ein. Beeke legte behutsam zwei Wattepads auf ihr linkes Auge und klebte einen langen Pflasterstreifen quer darüber, so daß er vom Nasenrücken bis kurz vor ihr Ohr lief. Dann nahm sie zwei von den kürzeren streifen und klebte sie senkrecht zu dem ersten. Mehr reflexartig hatte sie das Auge geschlossen gehabt. Als sie es jetzt öffnete sah sie nichts. Überhaupt nichts. Sie schluckte. Sie klebte vorsichtig ihr rechtes Auge zu. Nach dem letzten Pflaster mußte sie länger tasten, eh sie es zu fassen bekam. Ihre Hände tasteten über den Boden neben ihr, bis sie das Halstuch fand. Sie faltete es fein sauber und verband die Verklebten Augen zusätzlich mit dem Tuch. Nicht daß sie noch blinder hätte werden können. Sie fand einfach, daß ein Gesicht mit verbundenen Augen schöner aussah als eines mit zugeklebten.
Sie steckte den Ball in den Mund. Er war einerseits angenehm weich, andererseits war er fest genug, um sie zuverlässig still zu machen. Sie knetete ihn mit dem Kiefer in die richtige Form und klebte zwei Pflasterstreifen etwas gekreuzt vor ihren Mund. Sie war geknebelt. Sie war still. Eigentlich hatte sie dem Zukleben des Mundes mit Pflaster mißtraut aber sie hatte festgestellt, daß der Ball die Zunge hilflos in den Mundboden drückte. Sie kam mit der Zunge nicht an die Lippen heran. Sie konnte den Mund nicht öffnen mit den Pflastern davor und sie konnte die Pflaster nicht mit der Zunge weg drücken. Sie war still.

Bis jetzt hatte sie nichts getan, was sie nicht sofort wieder hätte rückgängig machen können. Sie angelte ihre Handschellen aus der Jacke. Die hatte sie vor einem halben Jahr auf einem Flohmarkt gekauft. Original KGB hatte der Verkäufer gesagt. Sie nahm eher an, daß es sich um original Sexshop handelte aber die waren wirklich schön. Ebenfalls gepolstert und offensichtlich mehr für den Dauergebrauch gedacht als für eine Festnahme oder so etwas. Na ja, vielleicht war dem KGB so etwas durchaus zu zutrauen. Wie auch immer - die Dinger waren ganz bequem, soweit Handschellen eben bequem sein können. Die beiden Schellen waren über ein Kugelgelenk ganz beweglich gegeneinander, sie hielten einem nur eben die Hände beisammen. Auch hier bestanden die Schellen selbst aus breiten, gepolsterten Stahlbändern, die ihre Handgelenke mit einem sanften aber sehr gegenwärtigen Druck umschlossen. An dem Gelenk saß ein Ring um die Handschellen irgendwo zu fixieren. Beeke hatte eine kurze Kette daran befestigt. Sie zog die Kette durch die Öse an ihren Fußeisen und schloß sie mit einem Karabinerhaken wieder an die Handschellen. Wenn ihre Hände in Eisen lagen, dann konnte sie den Haken nicht mehr erreichen. Ihre Hände und Füße waren dann mit einer fünfzehn Zentimeter kurzen Kette verbunden. Sie kniete sich hin und legte die Hände auf den Rücken. Sie schloß die Handschelle um die linke Hand. Letzte Chance! Sie konnte einfach die Augenbinde und die Pflaster abnehmen, die Schlüssel abnehmen und Hand und Füße aufschließen. Sie zitterte jetzt doch ein wenig. Sie hatte die Handschellen noch nie auf dem Rücken verwendet, da sie dann mit dem Schlüssel im Mund die Schlösser nicht erreichen konnte. Premiere! Na denn. Sie legte ihr rechtes Handgelenk in die Schelle und klemmte sie dann vorsichtig zwischen Hacke und Hintern. Sie zögerte, dann drückte sie zu. Sanft aber entschlossen. Die Handschelle rastete ein und fesselte die Hand eines Mädchens. Beeke schluckte. Wenn sie das nächste mal ohne Fesseln sein würde, wenn sie das nächste mal allein die Kontrolle über ihren Körper haben würde, würde sie eine junge Frau sein. Sie hatte ziemlich früh bemerkt, daß sie mit einer Frau irgendwie mehr anfangen konnte, als nun gerade mit einem Mann. Sicher - sie hatte das eine oder andere Mal mit einem Mitschüler schmusend im Bett gelegen. Inzwischen waren ihr die Zärtlichkeiten einer Kommilitonin entschieden angenehmer. Sie überlegte kurz, ob sie jetzt Katrin gegenüber ein schlechtes Gewissen haben sollte, aber das hier würde doch irgendwie was anderes werden.
Sie hatte sich für ihr Jungfernbett gefesselt. Sie versuchte sich vorzustellen, wie sie geöffnet werden würde, wie sie geritten werden würden. Sie war feucht zwischen den Beinen. Sie war aufgeregt. Ihre Füße würden zerschlagen werden und sie würde entjungfert werden. Sie war so aufgeregt, daß sie ihr Herz bis unter die Haarwurzeln pochen spürte. Beeke war an Händen und Füßen gefesselt. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance sich selbst zu befreien. Ihr Mund war staubtrocken. Nun ja - genau das hatte sie doch gewollt.

Sie hatte überlegt, ob sie sich auf den Bauch legen sollte. Mit der kurzen Kette würde sie ihre gefesselten Hände und Füße dann auf dem Hintern präsentieren. Sie fand, daß sie in dieser Lage ihre gefesselten Glieder und ihre Hilflosigkeit am besten zur Geltung bringen würde. Aber sie wollte andererseits auch nicht zu dick auftragen. Sie entschied sich zu knien. Die Kette, die Hände und Füße miteinander verband und die Hackendornen ihrer Fußfessel hielten sie demütig auf den Knien. Auch das sollte ein ganz leckerer Anblick sein und vielleicht nicht ganz so aufdringlich wie die Bauchlage. Außerdem wurden die Schlüssel zu ihren Fesseln im Knien weit besser dargeboten.
Sie spürte ihr Herz fast bis zum Hals klopfen. Ein leichtes, ganz leichtes Gefühl von Schwindel umfing sie. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance irgend etwas an ihrer Lage zu ändern. Sie war vollkommen blind. Vor ihren Augen war es einfach nur hellgrau. Sie sah nicht auch nur einen Hauch von Konturen, sie konnte nicht auch nur ein winziges bißchen an der Augenbinde vorbei schielen. Blind! Hilflos!
Last edited by TPP on 2009/10/09 - 19:29, edited 2 times in total.

Blind Date

#3
3.

Sie war so zum Treffpunkt gegangen, daß sie vielleicht eine halbe Stunde zu früh eingetroffen war. Bis sie sich in ein schönes leckeres Geschenk verwandelt hatte mochte noch eine viertel Stunde vergangen sein. Jetzt saß sie und wartete. Wartete. Wartete!

Sie versuchte Sekunden zu zählen, um abschätzen zu können, wie lange sie schon kniete. Sie verzählte sich ständig. Sie war unkonzentriert. Sie war aufgeregt. Sie war sich sicher seit mindestens einer halben Stunde zu warten. Wenn er nicht käme? Wenn er nun nicht käme!

Er könnte es vergessen haben. Nein, so was vergaß man nicht. Er könnte einen Unfall gehabt haben. Er könnte einfach nicht kommen! Beeke zerrte an ihren Fesseln. Sie spürte, wie ihr die Tränen in die Augen traten. Sie war sehr stolz auf ihre Handschellen und Fußeisen. Das was nichts, was man im nächsten Scherzartikelladen kaufte, das waren Fesseln. Fesseln, aus denen man sich ohne Schlüssel nicht befreien konnte! Nun, sie hatte die Schlüssel ja. Blanker Hohn eigentlich! Sie trug die Schlüssel zu ihren eigenen Händen und Füßen an einer Kette um ihren Hals. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance sie zu erreichen.

Er mußte jetzt jeden Augenblick kommen. Sie wartete seit fast einer Stunde! Mindestens!
Beeke weinte jetzt. Sie würde nicht schreien. Sie war geknebelt! Sie würde nicht weg kriechen. Sie war blind! Sie würde kaum wissen wohin sie kriechen sollte. Die Fesseln würden jeden Meter zur Qual machen. Es war mehr als einen Kilometer her gewesen, das sie am letzten Haus vorbeigegangen war. Oder mehr? Oder weniger? Die Angst ließ die Strecke ins Unermeßliche wachsen. Sie würde nicht zu einem Haus kriechen. Man konnte nicht soweit kriechen mit diesen Fesseln. Sie würde nicht um Hilfe schreien. Sie würde hier nicht weg kommen. Sie würde hier liegen. Blind. Stumm. Hilflos.
Er mußte jetzt kommen! Er wird eine Panne gehabt haben. Er wird sich nur verspätet haben. Er wird gleich kommen.

Irgendwann würde sie Durst bekommen. Irgendwann würde sie Krämpfe in den Beinen bekommen. Hier kam niemand vorbei. Beeke wimmerte leise. Der Schlüssel zu ihren Händen und Füßen lag zwischen ihren Brüsten. Sie weinte.
Er mußte jetzt kommen.

Sie versuchte sich vorzustellen, wie es werden würde. Es würde irgendwann kalt werden. Sie würde nicht mehr knien können. Sie würde auf die Seite fallen, sich auf den Bauch drehen. Sie würde hier am Knick liegen. Sie würde nicht mehr die Kraft haben ihre gefesselten Glieder von Zeit zu Zeit zu entlasten. Die Fesseln würden ihr Hände und Füße strangulieren. Sie würde kein Gefühl mehr in den Gliedern haben. Ob die Füße sterben würden so lange sie noch am Leben war? Ob sie spüren würde, wie ihre Hände sterben würden? Würden sie weh tun eh sie starben? Würde sie in Todesangst versuchen irgendwohin zu kriechen?
Er würde kommen. Er mußte doch kommen. Oh bitte.

Würde man sie nach Tagen finden? Würde man sie in ein Krankenhaus bringen? Ihr die abgestorbenen Glieder amputieren? Würde sie irgendwann aufwachen mit zwei Unterarmstümpfen und zwei Unterschenkelstümpfen? Unsinn! Hier kam einmal im Monat jemand vorbei. Sie würde nicht mehr leben wenn man sie finden würde.
Oh, bitte. Bitte!
Beeke spürte wie ihr T-Shirt am Körper klebte. Sie zitterte.

Re: Blind Date

#4
4.

Sie weinte haltlos vor Erleichterung, als eine Hand sie sanft im Nacken faste, hielt, dann durch ihr weiches Nackenhaar strich. Sie lehnte sich heulend vor Erleichterung an das Bein neben ihr. Sie hatte nicht einmal zehn Minuten warten müssen. Eine Hand strich ihr sanft über den Kopf. Die Kette, die Hände und Füße miteinander verband wurde gelöst. Er half ihr sich hinzusetzen. Sie fühlte, wie ihr die Schlüssel zu ihren Gliedern abgenommen wurden. Ein seltsames Gefühl! Sicher, sie hatte auch eben keinerlei Kontrolle mehr über ihre Hände oder Füße gehabt, aber da war sie eben einfach nur hilflos gewesen. Jetzt hatte ein anderer Mensch die Schlüssel zu ihren Gliedmaßen. Jemand anderes konnte jetzt bestimmen, ob ihre Füße aneinander geschmiegt in ihren Eisen lagen oder ob sie gehen durfte. Zum ersten mal konnte ein anderer Mensch bestimmen, wie sie ihre Arme zu halten hatte, ob sie knien mußte, die Hände auf dem Rücken tragen, ... . Beeke zitterte leicht vor Aufregung. Eine Hand strich zärtlich über ihre Waden. Ihre Füße wurden aus den Fesseln genommen. Sie fühlte, wie ihr ihre Sandalen angezogen wurden. Die Augenbinde wurde abgenommen, sie bekam eine Brille aufgesetzt, die die Wattepadds wohl verdeckte. Sie bekam offenbar irgend eine Art Cape umgelegt. Er half ihr auf die Füße. Ihre Beine zitterten. Ein Arm wurde liebevoll um ihre Schulter gelegt, dann wurde sie weg geführt. Sie fühlte den fremden Menschen neben sich, hörte leises Atmen, spürte seinen Arm um sich. Sie hatte sich ausgeliefert. Sie war geknebelt. Sie konnte nicht schreien. Ihre Hände waren auf den Rücken gefesselt. Sie war blind. Blind und mit auf den Rücken gefesselten Händen kann man nicht weg laufen. Sie hatte sich ausgeliefert. Sie hatte keine Ahnung, wo sie hinging. Sie würde das, wenn alles nach Plan ging auch nie erfahren. Ein kurzes Zittern überlief sie aber dann schluckte sie einmal und schmiegte sich dann im Gehen sanft an ihn an. Schwer zu schätzen, wie weit sie gegangen waren. Sie hatte noch gemerkt, daß es ein Stück über die Koppel gegangen war, dann irgendwo in den Wald. Es war merkwürdig, wie anders man Dinge wahr nahm, wenn der sonst so dominierende Sehsinn auf einmal weg war. Sie hatte gespürt, wie es kühler war unter den Bäumen, hatte das Rascheln der Blätter wahr genommen. Sie fühlte den Untergrund, über den sie ging, spürte Sonne und Wind viel intensiver auf der Haut. Ihrem Gefühl nach mußten sie etwa eine halbe Stunde gegangen sein, als sie sanft angehalten wurde. Sie hörte, wie eine Autotür geöffnet wurde. Er half ihr sich zu setzen. Merkwürdig wie intensiv sie auf einmal den Geruch eines fremden Autos bemerkte, Kunststoff, Leder, gar nicht so alt, ein Nichtraucherwagen offenbar. Die Tür fiel neben ihr ins Schloß. Es war ein wenig unbequem mit auf den Rücken gefesselten Händen im Auto zu sitzen, aber es ging. Die Fahrertür klappte. Sie wurde angeschnallt. Der Motor startete. Ein Diesel. Seltsam, was für Details sie auf einmal wahr nahm. Als sie die Modalitäten ihres Treffens am Telefon besprochen hatten, hatte sie gedacht, daß es so schwierig nicht sein würde eine Idee davon zu haben, wo in etwa sie sich befand. Aber schon nach dem Spaziergang war ihr nicht ganz klar gewesen, wo sie eigentlich war. Durch Wald waren sie gegangen danach offenbar an Feldern entlang, noch einmal durch ein Stück Wald und dann wohl an einer kleinen Straße entlang. Sie hatte eigentlich keine Idee, wo der Wagen geparkt gewesen war. Damit war aber auch viel an Möglichkeiten gegeben, wo sie nun entlang fahren mochten. Sie hielten. Ampel? Sie fuhren weiter, hielten wieder. Fuhr er mit ihr durch die Stadt?! Mit einer jungen Frau auf dem Beifahrersitz, die wahrscheinlich eine dunkle Sonnenbrille trug aber ziemlich unverkennbar zwei Pflasterstreifen vor dem Mund hatte?! Schauten vielleicht gerade in diesem Augenblick Leute aus einem Wagen neben ihnen zu ihr herüber? Sahen sie etwas ungewöhnliches? Beeke war aufgeregt und aufgekratzt. Sie fuhren wieder. Sie hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wo sie sein mochten. Sie hielten. Der Motor wurde ausgestellt. Er tickte noch leise in der Wärme. Seltsam was man auf einmal wahr nahm!

Sie wurde abgeschnallt. Sie hörte die Fahrertür, spürte den Windhauch im Gesicht. Ihre Tür wurde geöffnet, er half ihr aus dem Wagen, führte sie irgendwohin. Ging sie durch eine Tür? War da ein gepflasterter Weg unter ihren Schuhen? Sie wurde auf einen Stuhl gesetzt. Sie keuchte erschrocken auf, als da nichts kam zu hinsetzen. Dann realisierte sie daß das eine Art Sonnenstuhl sein mußte. Er drehte sie zur Seite. Sie saß ganz bequem, trotz ihrer Hände im Kreuz. Sie spürte, wie ihr die Sandalen ausgezogen wurden. Sie schluckte. Klar, er hatte sie eben auch mehrfach berührt, er hatte ihr da am Knick auch schon ihre Sandalen angezogen. Aber das war an einem Ort gewesen, zu dem sie gegangen war. Jetzt war das doch eine sehr intime Berührung, als er ihre nackten Füße aus den Schuhen nahm. Sie spürte eine Schlaufe oder so etwas in der Art am Zeh. Sie zuckte weg. Natürlich war sie gefesselt, natürlich war sie ihm ausgeliefert, aber das war schon ein sehr eigenartiges Gefühl jetzt von ihm gebunden zu werden. Sanft aber sehr bestimmend drängte er ihre Füße wieder zusammen und fesselte ihre Großzehen. Stramm. Nicht unangenehm fest aber doch so, daß sie keinen Augenblick glauben mußte, die Füße auseinander zu bekommen. Ihre Zehen wurden irgendwo am Fußteil des Sonnenstuhls festgebunden. Sie war hilflos. Sie konnte nichts sehen, sie konnte nichts sagen, ihre Hände waren gefesselt und ihre Füße waren festgebunden. Sie war hilflos! Sie hörte, wie er weg ging. Sie hatte das Gefühl auf einer Terrasse oder so zu sitzen.

Er kam zurück. Sie fühlte seine Hände in ihrem Gesicht. Er zog ihr den einen Pflasterstreifen vom Mund ab. Sie war immer noch weit davon entfernt irgend etwas sagen zu können aber sie bekam zumindest den rechten Mundwinkel ein wenig auseinander. Ein Strohhalm wurde in den Mundwinkel geschoben. Wenn sie saugte konnte sie tatsächlich trinken, Apfelsaft mit Selters. Sie hatte vor lauter Aufregung kaum bemerkt, wie trocken ihr Mund gewesen war. Gierig trank sie, trank, bis das Glas leer war. Ihr Mund wurde wieder zugeklebt. Stumm! Stumm und hilflos!

Er saß jetzt irgendwo am Fußende ihres Stuhls. Er band ihr die Füße los und nahm sie auf seinen Schoß. Ihre beiden kleinen dicken Großzehen waren immer noch zusammengebunden aber die Füße schienen nirgendwo mehr festgebunden zu sein. Ihre Sohlen wurden zärtlich gestreichelt. Beeke schnurrte fast vor Behagen. Wie zwei kleine aufgeregte Küken vor einer Handvoll Körner zappelten Beekes nackte Füße auf seinem Schoß, drängelten sich an die streichelnde Hand. Er streichelte sie, liebkoste sie, massierte sie.

Blind Date

#5
5.

Sie wußte nicht zu sagen, wieviel Zeit vergangen war. Er band ihre Zehen los, half ihr sich hinzustellen und führte sie dann. Es ging nach drinnen. Sie fühlte weichen Teppich unter ihren nackten Sohlen. Es ging eine Treppe hinunter. Sie waren in irgendeinem Raum.

Beeke mußte schlucken. Ihr Mund war trocken, nicht nur wegen des Knebels. Sie spürte, wie ihre Hose aufgeknöpft wurde. Sie keuchte vor Aufregung. Sie spürte sanfte Hände, die ihr über den Rücken strichen. Hände, die sich vorsichtig und verstohlen unter den Saum ihres T-Shirts schoben, die sanft über ihre Hüften streiften und sich dann zärtlich über ihre Hinterbacken schoben. Ihre Backen wurden fest gefaßt, dann streiften die Hände um ihre Hüften und streiften Hose und Unterhose über den Hintern. Beeke schnaufte, als sie die kühle, prickelnde Luft an ihren erregten Geschlecht fühlte. Die Hosen wurden über die Schenkel gestreift, die liebkosenden Hände strichen durch ihre zitternden Kniekehlen und fuhren sanft ihre bebenden Waden entlang. Beeke stieg aus ihren Hosen. Es war ein komisches Gefühl hier jetzt nur noch in T-Shirt und Jacke zu stehen. Sie wurde zu einem Bett geführt, sanft aber bestimmt darauf gesetzt. Ihre Handschellen wurden aufgeschlossen. T-Shirt und Jacke wurden ihr einfach zusammen über den Kopf gestreift. Sie saß auf der Bettkante. Ihre Füße waren frei, ihre rechte Hand wurde sanft aber bestimmt festgehalten, die linke hatte sie frei. Sie war nackt, blind und geknebelt aber sie hatte Hände und Füße frei. Sie saß auf der Bettkante ihres Jungfernbettes. Sie hätte sich vielleicht noch befreien können, sie hätte strampeln, schlagen und toben können. Sie war viel zu aufgeregt und aufgekratzt, als daß sie zu irgend eine Gegenwehr fähig gewesen wäre. Ihre rechte Hand wurde zur Seite gezogen. Sie fiel nach hinten auf das Bett. Sie fühlte eine Manschette am Handgelenk, Leder vielleicht oder irgendein fester Stoff. Ihre linke Hand wurde gefaßt, ihr Arm gestreckt, die Hand fixiert. Manschetten wurden um die Fesseln gelegt. Sie wurde gestreckt. Arme und Beine waren gespreizt. Die Füße wurden in die Höhe gezogen. Ihre nackten Beine hingen in der Luft.

Beeke war leicht schwindelig vor Aufregung. Sie war nackt. Sie war an Händen und Füßen gefesselt. Sie lag rücklings auf einem Bett. Sie präsentierte ihre nackten Brüste, konnte sich nicht weg drehen, konnte ihre Brüste nicht mit den Händen bedecken. Sie war geknebelt. Sie konnte nicht bitten, nicht drohen, nicht flehen. Ihre Beine waren gespreizt. Sie bot ihr Geschlecht an. Sie konnte die Beine nicht schließen, nicht anhocken, ihr Geschlecht nicht mit den Händen bedecken. Ihre Füße waren hochgebunden. Sie präsentierte ihre nackten Sohlen. Sie konnte sie nicht wegziehen, nicht sehen wenn der Schlag kommen würde.

Sie lag nackt und hilflos auf diesem Bett. Ihrem Jungfernbett! Sie würde auf diesem Bett entjungfert werden. Ihr würden auf diesem Bett die Füße zerschlagen werden. Lust und Qual. Sie konnte nichts mehr daran ändern, nichts mehr dagegen tun. Was immer sie erwartete, sie würde es erdulden. Sie würde es erdulden müssen.

Blind Date

#7
b_stonade wrote:Toll!...wie geht es weiter??!!


Vielen Dank! Es war so still in dem Thread. Ich war schon etwas in Sorge, ob ich den Geschmack des Publikums so vollkommen verfehlt haett'. Freut mich, wenn's gefaellt!

6.

Sie mußte erst einmal gar nichts erdulden. Sie wartete. Sie wartete. Sie wartete! Sie hatte keinerlei Zeitgefühl mehr. Sie konnte nicht abschätzen, ob Minuten oder Stunden vergingen. Sie zuckte zusammen als sie eine sanfte Berührung an den Zehen spürte. Sie hatte gedacht, sie würde alles hören, was um sie herum vorging. Sanftes Streicheln über die Fußrücken. Die Anspannung ließ nach. Sie seufzte. Sanftes Streicheln. Zärtlich wurde mit den kleinen, sommengebräunten Zehen gespielt. Ganz sanft wurden die weichen Sohlen gestreichelt. Zärtliche Hände umfaßten die kleinen runden Fersen, streichelten die Grübchen von Beekes Fußgelenken. Die streichelnden Hände wanderten die schlanken Fesseln entlang, zurück zu den Fersen, über die Fußgelenke bis zu den Waden. Wie Wellen am Strand, die mit jedem Anlauf ein wenig höher hinauflaufen. Die schönen nackten Beine zitterten unter den liebkosenden Händen. Sanfte Finger spielten mit den Knien, wanderten um die Kniescheiben, strichen über die Oberschenkel, die Taille. Zärtliche Hände, die zurück zu den Knien wanderten, über die Oberschenkel, die Hüften. Die Fingerspitzen fuhren Beekes Rippenbögen entlang. Sanfte Hände, die den Brustkorb entlang strichen, die Beekes Schultern umspielten, ihren Hals entlang wanderten. Beekes gefesselte Hände wanden sich in den Manschetten. Sie seufzte, stöhnte. Sie zappelte vor Erregung. Die Hände wanderten zu den kleinen festen Brüsten. Sie kneteten sie zärtlich, spielten mit den Brustwarzen. Beeke keuchte. Der flache, feste Bauch wurde gestreichelt. Die Hände strichen durch Beekes Lenden, streichelten die Innenseiten der Oberschenkel, wanderten dann zu den Brüsten zurück. Beeke quietschte vor Erregung. Sie wand sich in ihren Fesseln. Sie spürte wie ihr Bauch gestreichelt wurde. Sie hörte ein leises Raspeln, spürte ein Kitzeln und Zupfen in der Scham. Sie zitterte vor Angst und Erregung als ihr klar wurde, daß ihr die Scham geschoren wurde. Sie spürte die scharfe Klinge über ihre Schamlippen gleiten. Sie spürte den kühlen Lufthauch an ihrem Geschlecht. Sie war aufgeregt und zappelig. Sie war erregt und aufgedreht. Sie streckte ihr Becken vor. Sie suchte die zärtlichen Hände, suchte Befriedigung. Sie war allein. Sie lag still da. Aufgeregt. Erregt. Sie wartete. Wartete. Die Erregung klang langsam ab.

Ihre kleinen dicken Großzehen wurden zärtlich geküßt. Beeke streckte ihr Becken vor. Ihre Zehen wurden geleckt. Die liebkosende Zunge streichelte die weichen Sohlen, strich spielerisch um die kleinen Zehen. Ihre Sohlen wurden massiert. Sanft aber kräftig massiert. Ihre Sohlen wurden gebürstet. Sanft. Zärtlich. Ein wunderbarer Kitzel. Erregend. Ihre nackten Füße zappelten aufgeregt in ihren Fesseln. Sie spürte die Wärme der streichelnden Hände eh sie die Hand selbst fühlte, sie fühlte wie das sanfte Bürsten ihre nackten Sohlen sensibilisierte. Beeke hörte einen harten trockenen Knall. Ihr linker Fuß krümmte sich unter der Wucht des Schlages. Ihr Becken wurde hoch gerissen, als die Wade sich verkrampfte. Ein fieses Ziehen im Kreuz dann erst fühlte sie denn lähmenden Schmerz im Fuß. Sie wand sich, erwartete den nächsten Schlag. Nichts! Ihr geprügelter Fuß wurde gestreichelt, sanft und zärtlich gestreichelt. Langsam, ganz langsam entspannte sich der kleine Fuß. Die Anspannung ließ nach. Beeke atmete tief durch. Der nächste Schlag. Beeke weinte in ihre Augenbinde. Sie wurde gestreichelt. Sie wurde geschlagen. Gestreichelt. Geschlagen.

Erst kamen die Schläge einzeln und sparsam dann häufiger, fester, brutaler. Beeke war schwindelig vor Schmerzen. Sie heulte Rotz und Wasser. Sie hätte sich in ihren finstersten Träumen nicht vorstellen können, daß Füße so weh tun könnten. Anfangs hatte sie den Schmerz noch lokalisieren können, hatte sie gespürt, ob sie ins Gewölbe, in die Ballen oder die Wurzel geschlagen wurde. Inzwischen waren die Schmerzen so intensiv geworden, daß sie nicht mehr zuzuordnen waren. Sie spürte nur noch, daß ihre Füße gequält wurden. Sie wußte später nicht mehr zu sagen, wie lange sie unter der Folter gelegen hatte.

Sie spürte wie sie gestreichelt wurde. Ihre verkrampften Waden wurden sanft aber kräftig massiert. Ihre Oberschenkel wurden gestreichelt. Die Innenseiten ihrer Oberschenkel wurden gestreichelt, ihre Lenden, ihr Bauch. Die Füße schmerzten immer noch unerträglich aber die Anspannung ließ langsam etwas nach. Sie keuchte auf, als die tastenden, streichelnden Hände über ihren straffen Bauch strichen und dann unter die Rippenbögen wanderten.

Lust und Schmerz! Wenn sie genoß wurde sie geschlagen, wenn sie litt wurde sie stimuliert. Ihr Bauch wurde gestreichelt. Sanft und unendlich zärtlich. Sie seufzte vor Behagen. Ein harter trockener Knall. Der Stock hatte die rechte Fußwurzel getroffen. Ein lähmender Schmerz bis in die Lende hinauf. Sie weinte. Sie schluchzte. Ihre Schultern wurden gestreichelt, liebkost. Ihre Oberarme gestreichelt, ihre Schultern, ihre Achseln. Die tastenden, zärtlichen Hände umfaßten sanft ihre zitternden Brüste. Strichen darum herum, wie zwei scheue Tiere. Sie spürte die Wärme der Hände über ihren Brustwarzen noch eh sie die Berührung war nahm. Eine Gänsehaut überflog den nackten Körper.

Re: Blind Date

#8
Hey, das nenn ich ja mal eine super Geschichte! :yee:
Ich mag die packende und ausführliche Art, wie du sie erzählst.
Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und würde mich freuen, wenn der nächste Teil bald erscheint. :wink:
Vielen Dank für die spannende Unterhaltung, TPP! :)
Last edited by almtante on 2009/10/17 - 01:00, edited 1 time in total.

Re: Blind Date

#9
almtante wrote:Hey, das nenn ich ja mal eine super Geschichte! :yee:
Ich mag die packende und ausführliche Art, wie du sie erzählst.
Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht und würde mich freuen, wenn der nächste Teil bald erscheint. :wink:
Vielen Dank für die spannende Unterhaltung, TPP! :)



Danke! Das freut mich dass es gefaellt! Und es macht natuerlich mehr Spass die zu posten, wenn man Resonanz darauf bekommt. Sonst fragt man sich ja doch, ob das so eine gute Idee war.

Ja, es ist schon recht still hier. Schade! Ich mag schoene Geschichten mit Bastonade darin. Die meisten aelteren Threads geben ja leider nur noch tote Links her. Na, egal - erstmal hoffentlich weiter viel Spass mit dieser Geschichte.


7.

Sie spürte wie die Backen gefaßt und gespreizt wurden. Eine sanfte Hand strich durch die Kimme und liebkoste spielerisch den Anus. Streifte über die Backen, kam zurück, streichelte und rieb, öffnete sanft und behutsam den Schließmuskel, drang ein. Beeke stöhnte. Sanft und zärtlich aber sehr bestimmt wurde sie gedehnt. Sie seufzte vor Lust als ihr der Anus geölt wurde. Sie wand sich. Sie zappelte. Sie spannte sich an, als ihr etwas in den After eingeführt wurde. Sie spürte den Druck als sich ihr Schließmuskel fest um den Fremdkörper schloß. Ein Rohr mit vielen kleinen Löchern darin. Eine Flaschenbürste wurde eingeführt. Beeke bockte. Der Kitzel in Anus war unvorstellbar. Sie zappelte. Die feinen, kurzen Borsten, die aus dem Rohr schauten verursachten einen unbeschreiblichen Reiz im After. Beeke spürte wieder die Hand zwischen den Beinen, der Kitzel in After, die Lust, die Erregung. Beeke bockte unter den liebkosenden Händen. Lust. Lust! Der Schlag traf die Spitze der linken Großzehe. Der Zeh wurde mit unvorstellbarer Wucht zusammengestaucht und in den Mittelfuß gestoßen. Beeke wurde schwarz vor Augen. Sie wußte nicht, ob sie kurz das Bewußtsein verloren hatte.

Lust und Schmerz. Lust und Angst. Sie hatte keinerlei Kontrolle mehr über ihren Körper. Sie hatte keinerlei Kontrolle mehr über ihre Gefühle. Ein Teil von ihr schrie danach die Tortur zu beenden. Sie weinte vor Angst. Sie quiekte vor Lust. Ein Teil von ihr raste vor Erregung. Sie hätte sich ohne nachzudenken die Knöchel zertrümmern oder eine Großzehe herausreißen lassen, wenn ihr dafür noch mehr Lust versprochen worden wären.

Sie bemerkte nicht, wie die feine Kupferbürste in das Darmrohr eingeführt wurde. Der erste Stromstoß traf sie wie ein Hammerschlag. Es war ein unglaublicher Genuß als ihr Anus gereizt wurde. Die Lust war unvorstellbar. Sie wand sich in ihren Fesseln. Sie winselte vor Erregung. Sie versuchte ihr Becken vorzustrecken, um eine der zärtlichen Hände zu erreichen. Sie hatte nicht gedacht daß irgendeine der beiden Empfindungen noch zu steigern gewesen wäre aber die Stromstöße in den Anus ließen sie toben und rasen vor Lust und Erregung. Sie wollte befriedigt werden. Wollte es mit allen Sinnen ihres Körpers. Was hätte sie gegeben nur für Sekunden ihre Hand zwischen die Beine zu bekommen. Die Stromschläge rissen ihr die Hinterbacken zusammen, ließen die Oberschenkel zusammenzucken.

Sie bekam wieder Schläge. Hiebe in die Sohlen, Stromstöße in den After. Fuß und After, Fuß und After, ... . Wenn sie einen Schlag in die Wurzeln bekam, verkrampften ihre Waden, streckten ihre Beine und präsentierten ihr Geschlecht, wenn sie einen Stromstoß in den Hintern bekam, verkrampften ihre Schenkel, streckten ihre Beine und präsentierten ihr Geschlecht. Oh bitte! Sie spürte seine Hand zwischen ihren Beinen.

Sie wurde genommen. Sie spürte, wie er in sie eindrang, sie öffnete, behutsam aber bestimmt. Sie bockte unter ihm. Er drang in sie ein. Beeke keuchte, zappelte unter ihm. Er drang ein. Beeke wand sich. Rechte Großzehe! Der Fuß krümmte sich unter der Wucht des Schlages, die Wade verkrampfte. Das Bein zuckte zusammen. Beekes Becken wurde von dem Krampf im Bein in die Höhe gerissen. Sie stieß ihn sich tiefer hinein. Linke Großzehe! Beeke bäumte sich auf, stieß ihr Becken vor. Gleichsam wie man ein Instrument stimmt, so brauchte es einige Hiebe, bis sie Beekes Rhythmus gefunden hatten. Die Beine krampften sich unter den Schlägen zusammen und stießen das Geschlecht vor. Schlagen und stoßen, schlagen und stoßen. Wie die Saiten eines Instrumentes vibrierten Beekes schöne nackte Beine. Beeke raste vor Lust. Sie nahm das Zerschlagen ihrer Zehen kaum noch war, ein ferner Schmerz, unwirklich, weit weg von ihr. Sie wurde geritten, bockte unter ihm, spürte die Anspannung wachsen und wachsen und dann fühlte sie, wie etwas in ihr zerriß. Schlagen und stoßen, schlagen und stoßen. Als Mädchen war sie auf dies Bett gefesselt worden, als junge Frau wurde sie nun genommen. Sie war nicht mehr völlig klar im Kopf. Das war nicht ganz das selbe, wie sich selbst zu befriedigen. Sie hatte hundert kleine Ablenkungen gehabt, hundert Dinge nebenbei gesehen, gehört oder gedacht. Jetzt war es stockdunkel um sie herum. Sie sah nichts, was sie irgendwie hätte ablenken können. Das Stimulieren und die Folter ließen keinen Platz mehr übrig für irgend ein anderes Gefühl als Lust und Schmerz. Sie hätte nicht sagen können, ob es jetzt warm war oder kalt, ob sie auf einer weichen Matratze lag oder einer Holzpritsche. Die Blindheit intensivierte das Gefühl für Berührungen. Sie war an Händen und Füßen gefesselt. Sie konnte nicht herum zappeln, um die Erregung herauszulassen. Sie lag mit gestreckten Gliedern da und hatte keinerlei Kontrolle mehr über ihren Körper und ihre Empfindungen. Farben tanzten vor ihren Augen. Geräusche. Töne. Lust. Sie war inzwischen nicht mehr ganz bei Sinnen. Schmerz. Lust. Dem Ansturm an Gefühlen und Reizen war sie nicht wirklich gewachsen. Schmerz! Lust! Ihr war schwindelig. Blind. Hilflos. Sie mußte einfach nur da liegen und fühlen. Schmerz. Lust. Schmerz! Lust! Sie bäumte sich unter ihm auf. Schmerz. Lust. Schmerzlust. Lustschmerz. Sie wurde von dem Wirbel aus Reizen verschlungen. Töne. Farben. Sie hätte nicht zu sagen vermocht, ob sie halluzinierte, ob der Überfluß an Reizen sich einfach andere Wege im Gehirn suchte. Farben, Formen, Töne, Wärme, ... ihr Orgasmus riß sie mit sich fort, ließ sie herum wirbeln. Tanzen. Toben.

Beeke war vollkommen ausgelaugt. Sie war sich nicht sicher, ob sie zeitweilig das Bewußtsein verloren hatte. Sie saß auf einem Bett. Ihre Hände waren auf den Rücken gefesselt. Sie wurde gewaschen. Sie spürte den warmen, weichen Waschlappen auf ihrer Haut. Sie genoß die sanften ruhigen Berührungen. Sie war unendlich erschöpft. Sie fühlte sich wie aufgerissen. Füße und Schenkel waren ein einziger diffuser Schmerz. Sie seufzte, als sie den Knebel heraus genommen bekam. Sie öffnete kurz den Mund, schloß ihn dann wieder. Da war nichts, was sie jetzt hätte sagen können, was dem Erlebten auch nur annähernd gerecht geworden wäre. Sie fühlte ein Glas an ihren Lippen. Ihr war nicht aufgefallen, wie ausgelaugt sie gewesen war aber jetzt trank sie gierig und in tiefen Zügen. Ihr war schwindelig.

Hände und Füße wurden losgebunden. Sie fühlte, wie sie hochgehoben wurde. Er trug sie einige Schritte weit. Ihr war schwindelig. Sie bekam nicht mehr viel mit von dem, was um sie herum vorging. Er legte sie auf ein Bett, schmaler als ihr Jungfernbett. Sie fühlte ein Glas an den Lippen. Sie trank. Sie dämmerte ein. Sie überlegte kurz, ob sie nicht vielleicht Angst haben sollte. Sie hatte Watte im Kopf. Sie überlegte ... sie überlegte nichts mehr.

Re: Blind Date

#10
Dieser Teil hat wirklich Tempo! WOW!!! :-o
Du hast wirklich toll beschrieben wie Beeke versucht, die Schmerzen und Lustreize in ihrem Gehirn zu ordnen.
Ich mag deinen fesselnden Schreibstil sehr. Als Leser hat man schon fast das Gefühl, dabei zu sein.
Ich freue mich schon auf Teil 8.

Danke für deine Mühe! :yee:

Blind Date

#11
Danke! Denn mancht es doch auch Spass zu schreiben.

8.

Sie lag auf einem bequemen einfachen Bett. Vielleicht als Gästebett gedacht, stand es jetzt in einem Kellerraum. Weiß gekalkte Wände, ein kleiner Raum von vielleicht zwei mal zweieinhalb Metern. An der einen kurzen Wand stand ihr Bett. Das Fußende des Bettes waren zusätzlich zwei kleine Matratzen gelegt worden. Beekes Unterschenkel lagen angenehm erhöht. Trotzdem waren die Schmerzen in ihren gefolterten Füßen gelinde gesagt beeindruckend. Beeke traten die Tränen in die Augen. Sie war für den Augenblick ganz froh, daß ihre Füße dick in weiche Handtücher eingeschlagen waren. Wenn die so aussahen, wie sie sich anfühlten, wollte Beeke sich den Anblick für den Moment gern ersparen. Sie hatte ihre Hände frei. Frei! Sie setzte sich vorsichtig auf. Eine feine, dünne Kette, die auf ihrer Wange gelegen hatte rutschte über ihr Gesicht. Beeke faßte überrascht danach. Die Kette war vielleicht einen halben Meter lang und an ihrem einen Ende an einem sehr solide aussehenden Ring in der Wand fest geschlossen. Das andere Ende lief in Beekes Gesicht und endete an einem kräftigen Ring, der in Beekes Nase steckte. Beeke tastete vorsichtig daran. Ein unangenehmes Drücken tief oben in den Nasenhöhlen. Ein fieser leiser Schmerz fast schon zwischen den Augen. Erst hatte sie gedacht, der Ring sei irgendwie durch ihre Nasenscheidewand gebrochen worden. Aber offenbar war er irgendwo weit oben im Nasenraum verankert. Beeke ließ die Finger von dem Ring. Wie auch immer der in ihrer Nase verankert war, er saß fest genug, um ihr bei einer einzigen kurzen Berührung zu sagen, daß sie wirkungsvoll angekettet war. Einfach und effektiv! Sie konnte sich Aufsetzen auf ihrem Bett und sie konnte liegen, mehr ließ ihre Fessel nicht zu.

Sie fühlte sich an, als sei sie zerrissen worden. Ein Ziehen zwischen ihren Beinen, das sie sich nicht hätte vorstellen können. Sie sah sich um in ihrem Gefängnis. Neben ihr stand ein Nachttisch. Ein Becher mit Saft stand darauf. Neben dem Bett stand ein Topf auf dem Boden mit einer Rolle Toilettenpapier daneben. Offenbar würde sie den Rest ihres Wochenendes in diesem Zimmer verbringen. Sie würde kaum bis Sonntag mit einem Becher Saft auskommen. Er würde ihr irgendwann etwas zu essen bringen. Sie war aufgekratzt bei dem Gedanken ihn anschauen zu können.

Sie wußte später nicht zu sagen, wie lange sie hatte warten müssen. Sie würde ihn nicht sehen. Das Licht ging einfach aus. Beeke zuckte zusammen. Sie saß im stockdunklen. Sie strengte sich an bis ihre Augen tränten. Nichts. Nicht einmal Konturen konnte sie erkennen. Sie hatte die Tür nicht aufgehen hören. Sie hatte nicht gehört, wie er neben sie getreten war. "Nimm deine Hände bitte auf den Schoß." Beeke zuckte zusammen. Eine Hand strich ihr sanft über den Oberarm, drängte ihr den Arm nach vorn. Beeke schluckte. "Ich... ich weiß nicht... ich..." "Leg die Hände zusammen!" Sanft, aber entschieden. Beeke legte ihre Hände in den Schoß. Sie fühlte wie sich die Handschellen um die Gelenke schlossen. "Ich... bitte, ich..." "Du wirst jetzt still sein!" Sanft, aber sehr entschieden. Beeke schwieg. Sie fühlte, wie ihr eine Art Beutel oder Kapuze über den Kopf gezogen wurde, wie irgend etwas an ihrem Hals zugebunden wurde. Er half ihr sich hin zu legen, zog die Arme ans Kopfende. Ihre Hände wurden irgendwo am Kopfende angekettet. Sie lag still, fixiert an Nase und Händen. Sie wartete. Ihre Füße wurden ausgepackt. Schmerzen! Sie fühlte, wie sie behutsam gestreichelt wurde, wie ihre Füße gewaschen wurden. Sie spürte, wie sie sanft und vorsichtig mit irgend etwas eingerieben wurden. Sie ließ sich einfach treiben, genoß die sanften Berührungen, das zärtliche Streicheln. Sie war hilflos, nackt, festgebunden, blind. Sie konnte nicht viel anderes tun, als einfach nur fühlen und empfinden. Sie döste vor sich hin.

Ihre Hände wurden losgebunden. Sie zögerte. War er noch da? Durfte sie ... ? Sie fingerte an ihrer Kapuze. Löste eine Schleife an ihrem Hals und zog sich das Ding über den Kopf. Es war eine schwarze Samtkapuze, die mit einem Bändchen am Hals zugebunden werden konnte. Eine einfache und wirksame Art jemanden vollständig blind zu machen. Neben ihr auf dem Nachtisch stand Essen. Ihre Füße waren dick einbandagiert. Sie wandte sich wieder dem Essen zu.

Irgendwann mußte sie eingeschlafen sein. Ihr war leicht schwindelig. Ob irgendwas in ihrem Essen war? Ob sie jedesmal betäubt wurde? Sie wußte es nicht. Vielleicht waren es auch einfach ihre Verletzungen, die sie immer wieder ins Reich der Träume schickten. Sie war unendlich erschöpft. Schmerzen zu haben ist einfach anstrengend. Neben ihr standen Brote und etwas zu Trinken.

Sie hatte gedacht, sie würde ihn das eine oder andere Mal zu sehen bekommen, wenn er ihr essen brachte, würde zumindest seine Stimme hören. Er kam immer wenn sie schlief. Und sie schlief viel. Zumindest hatte sie das Gefühl dauernd zu schlafen. Er mußte ihr einfach etwas in ihr Essen tun. Sie war sich vollkommen sicher. Sie rührte ihr Essen nicht an. Sie mußte trotzdem irgendwann eingeschlafen sein. Sie hatte Durst. Sie trank etwas. Schmeckte das nicht irgendwie seltsam. Langsam, ganz langsam kam die Angst.

Blind Date

#12
9.

Beeke hatte jedes Zeitgefühl verloren. Wie lange saß sie eigentlich schon eingekerkert in diesem Kellerraum. War Samstag? War schon Sonntag? War schon Montag! Was, wenn gar nicht geplant war sie wieder frei zu lassen?! Was wenn sie hier als Gefangene vor sich hin vegetieren müßte, wenn hin und wieder eine Vergewaltigung die einzige Abwechslung war, die sie haben würde. Was wußte sie denn schon von ihm? Würde sie wochenlang gefoltert werden? Würde sie irgendwann mit gebrochenen Knochen in ihrer Zelle liegen? Die Kette am Nasenring hielt sie zuverlässig angekettet. Sie würde sich nicht befreien. Sie würde keinen Widerstand leisten. Sie würde keinen Widerstand leisten können! Beeke war schweißnaß vor Angst. Hatte es ihm Spaß gemacht die schönen kleinen Füße zu zerschlagen? Hatte das vielleicht die Lust auf mehr geweckt? Wie würde sich das anfühlen, wenn ihre kleinen runden Hacken unter den Schlägen brachen. Was würde sie empfinden, wenn ihre Wurzeln brechen würden, wenn sie geritten werden würde? Lust? Schmerz? Würde er sie eingipsen, wenn es soweit war, oder würde sie einfach mit gebrochenen Flunken hier auf ihrem Bett liegen und auf die nächste Runde warten? Beeke weinte. Sie tastete nach dem Ring. Sie faste ihn. Sie versuchte ihn irgendwie hin und her zu bewegen. Ein häßlicher stechender Schmerz direkt zwischen den Augen! Das Ding mußte mehr ein 'U' als ein Ring sein, das tief in ihre Nase hinein reichte und weit oben über irgend einen Klappmechanismus verankert war. Sie würde das Ding nicht heraus bekommen. Sie würde noch nicht einmal feste daran ziehen können. Sie würde überhaupt nicht daran ziehen können. Jeder noch so seichte Ruck an dem Ding würde sie einfach und wirkungsvoll gefügig machen.

Sie mußte sich irgendwann in den Schlaf geweint haben. Es war stockdunkel als sie aufwachte. Er war da. Er war im Zimmer! Sie überlegte, ob sie schreien sollte, ob sie flehen oder betteln sollte. Sie überlegte, ob er sie gehen lassen würde, wenn sie sich von ihm verstümmeln ließe. Würde er sich auf so einen Handel einlassen? Würde sie nach Hause dürfen, wenn sie mit einem Zeh dafür bezahlte? Die Gedanken rasten in ihrem Kopf. Sie würde nie auch nur eine Chance haben ihn zu beschreiben. Sie wußte nicht, wo ihr Gefängnis war. Es gab kein Risiko für ihn dabei. Würde er sie gehen lassen für einen Zeh? Ein Souvenir? Schön präpariert als Schlüsselanhänger vielleicht? Sie würde den Schmerz ertragen, wenn er abgeschnitten werden würde. Wenn sie nur dafür nach Hause dürfte würde sie fast alles ertragen. Sie schluckte. Ihre Gedanken rasten. Sie hatte keinen Zeh zu verschenken. Sie lag nackt auf einem Bett, die Nase an die Wand gekettet. Sie hatte nichts mehr über das sie hätte bestimmen können, das sie hätte verschenken können. Wenn er einen Schlüsselanhänger von ihr wollte, könnte er ihr einfach einen Zeh abschneiden, wenn er einen extravaganten Briefbeschwerer bräuchte, könnte er ihr einen Fuß nehmen, wenn er eine Knochenflöte schnitzen wollte, könnte er ihr einen Schenkel im Knie abtrennen. Beeke holte tief Luft. Jetzt nicht ausflippen. Ihre Verstümmelungsphantasien gingen einfach mit ihr durch. Beeke weinte. Sie sagte nichts.

Eine sanfte Berührung an der Schulter. Seine weiche sanfte Stimme. "Setz dich bitte hin." Beeke schluckte. Sie zögerte. Sie fühlte, wie die Kette gefaßt wurde. Ein ganz leiser seichter Ruck nur! Beeke setzte sich auf und legte gehorsam die Arme auf den Rücken. Handschellen schlossen sich um ihre Handgelenke. Ihre Handschellen! "Mund auf!" Sie wurde geknebelt. Würde sie jetzt wieder geritten werden? Ihr Geschlecht schmerzte schon bei dem Gedanken daran. Er setzte sie auf die Bettkante. Sie wimmerte vor Schmerzen, als sie ihre Füße auf den Boden stellte. Die verhaßte Kette wurde von der Wand gelöst. Ihre Augen wurden verbunden. Sie spürte, wie ihr eine Unterhose angezogen wurde. Dann bekam sie offenbar einen Rock an. Sie war heilfroh nicht mit ihren zerschlagenen Klumpen durch die Hosenbeine einer Jeans zu müssen. Keine Vergewaltigung? Zumindest nicht gleich? Sie wurde hochgehoben und getragen, eine Treppe hinauf und nach draußen. War sie auf der Terrasse, auf der sie bei ihrer Ankunft gesessen hatte?

Sie wurde in ein Auto gesetzt. Er würde sie freilassen. Beeke heulte. Die Angst, die Erleichterung, die Schmerzen, das alles war jetzt doch etwas viel für sie. Sie saß im Wagen und dämmerte vor sich hin. Die Flut an Gefühlen und die permanenten Schmerzen waren ausnehmend anstrengend. Sie war immer noch geknebelt aber sie hätte auch nichts zu sagen gewußt, wenn sie hätte sprechen dürfen. Ihre Füße taten weh. Wo fuhren sie hin? Fuhr er sie wirklich zurück? Würde sie in irgendeinem Baggersee enden, in irgendeinem Moor? Beeke zitterte. Da war sie wieder die Angst. Todesangst. Würde sie mit ihren gefesselten Händen den Türgriff erreichen? Beeke weinte leise in ihre Augenbinde. Sie würde ihm nicht weglaufen können. Selbst wenn sie sich irgendwie halbwegs heil aus dem fahrenden Auto rollen würde, müßte sie ihm dann immer noch blind, mit gefesselten Händen und auf zerschlagenen Füßen weglaufen. Sie würde ihm nicht weglaufen!

Er würde sie zurück zu ihrem Treffpunkt fahren - so hatten sie das abgemacht. Er würde das tun. Oh, bitte! Er würde sie zurückfahren. Sie hätten längst dort sein müssen. Die Hinfahrt hatte nicht so lange gedauert. Oh, Bitte! Würde er sie erwürgen? Würde er sie in irgendeinem Wasserloch ertränken? Wie würde sich das später lesen in der Zeitung - "... wurde am Senger Moor der Leichnam der Studentin Beeke P. (23) gefunden. Die junge Frau wurde vor ihrem Tod offenbar sexuell mißbraucht und gefoltert. ...". Oh, Bitte! Sie weinte vor Angst.

Blind Date

#13
10.

Der Wagen hielt. Die Fahrertür klappte. Er öffnete die Beifahrertür. Warmer Frühsommerwind in ihrem Gesicht. Er half ihr sich zur Seite zu drehen und dann langsam und vorsichtig aufzustehen. Schmerzen! Schmerzen in ihren gefolterten Füßen. Sie stand, wackelig zwar und wie auf rohen Eiern, aber sie stand. Er legte einen Arm um sie und führte sie. Es war gar nicht so weit, wie auf dem Hinweg. Er half ihr sich hinzusetzen, dann wurden ihr die Hände losgebunden. Beeke schluckte. Frei? Frei!
Sie bekam einen sanften, zärtlichen Kuß auf die Stirn, "Ich ruf Dich an" sagte er noch, rasche Schritte dann hörte sie gar nicht weitab den Wagen starten.

Beeke nahm vorsichtig die Wattepads von den Augen. Sie blinzelte in das helle Tageslicht, nachdem sie fast drei Tage lang blind gewesen war. Sie sah sich um. Sie mußte schmunzeln als sie sah, wie fürsorglich er mit ihr umging. Neben ihr im Gras lag ein Paar Krücken. Als sie an die mühsamen Schritte dachte, die sie hierher gebracht hatten, war sie ganz froh über diesen Service. Es würde auch so schwer genug werden zum Bus zu kommen. Na ja, und wenn sie dann im Bus saß, konnte sie sich immer noch Gedanken machen, wie sie in ihre Dachwohnung im vierten Stock kam. Ihre Füße steckten in dicken, weichen Baumwollsocken. Die Sandalen waren über dem Spann so weit geschnallt, wie es eben ging. Beeke beschloß vorerst lieber keinen Blick auf ihre Füße zu werfen, sonst würde sie am Ende vielleicht doch noch bezweifeln, ob sie bis nach Hause kam. Aber es ließ sich nicht leugnen, er hatte sich wirklich alle Mühe gegeben es ihr halbwegs erträglich zu machen. Neben ihr lag eine Leinentasche mit ihrer Hose darin. Ihr Rock war ausnehmend schön und bequem. Leinen, in beige und grün gehalten mit hell- und dunkelblauen Ornamenten darauf. Er hatte Geschmack! Na ja, den hatte fast jeder – er hatte ihren Geschmack.

Sie schmunzelte noch einmal, dann schnappte sie sich die Krücken und stand behutsam auf. Ein fieses Ziehen in den Fußgewölben. Ein stechender Schmerz unter den Knöcheln. Sie atmete tief durch. Nach einigen Augenblicken ging es. Wenn sie erst einmal stand, tat es gar nicht so häßlich weh. Ganz vorsichtig einen Schritt vor den anderen setzend tappte sie den Weg zur Bushaltestelle zurück. Eine ältere Frau mit einem kleinen Hund kam ihr in der Neubausiedlung entgegen, grüßte freundlich und schaute wohl auch etwas mitleidig zu der jungen Frau, die da so offensichtlich etwas mühsam am humpeln war. Beeke schnaufte als sie endlich an der Haltestelle war und ließ sich erleichtert auf eine Bank sinken. In ihren dicken Füßen pochte es leise vor sich hin. Sie lehnt sich zurück. Sie war immer noch wohlig erschöpft und irgendwie wie ausgelaugt. Es war nicht ein mal zwei Stunden her, daß sie nackt und gefesselt in ihrer Zelle gelegen hatte, trotzdem begann das auf sie jetzt schon irgendwie unwirklich zu wirken. Es war heller Tag. Sonntag. Die Sonne schien. Es war ein wunderbarer Frühsommertag. Leute gingen spazieren. Leute sahen neugierig, mitleidig oder vielleicht beides zu der etwas blassen jungen Frau, die da auf der Bank in der Sonne saß, ihre Krücken neben sich gelehnt und auf den Bus wartete. Sie versuchte Augenblicke zu fassen, zu erinnern aber es verschwamm irgendwie. Da waren Momente von Hochgenuß und Momente von reinem Horror gewesen. Jetzt vermischte sich das langsam, wie Farben die beim Marmorieren durcheinander laufen, seltsame Muster bilden. Sie hatte geglaubt vor Wonne zu platzen. Sie hatte geglaubt sterben zu müssen. Sie war irgendwie angenehm wohlig erschöpft von dem Exzeß an Gefühlen der letzten Tage.

Der Bus kam. Beeke stutzte. Der war zu früh! Beeke stutzte. Der SPAR Markt am Dorfplatz hier war geöffnet?! Der Bus war pünktlich! Es war Samstag! Sanstag Vormittag! Sie war keine 24 Stunden gefangen gehalten worden! Beeke schluckte. Ihr Zeitgefühl war vollkommen durcheinander! Die Druckluft zischte als die Bustüren aufschwangen. Sie braucht zwei Anläufe, bis sie stand und sie brauchte einige Augenblicke bis die schwarzen Schleier vor den Augen verschwanden, als sie denn stand. Sie tapste etwas mühsam in den Bus, zahlte ihre Karte und sah sich grade nach dem schonstmöglichen Sitzplatz um, als eine freundliche alte Dame sie sehr bestimmt auf einen Sitz bugsierte. "So junge Dame, da setzen sie sich jetzt mal hin, da können sie auch gleich die Füße hochlegen. Mit dem Motorrad? Oder beim Skateboardfahren? Das ihr jungen Leute auch immer so unvernünftige Sachen machen müßt!" Beeke ließ sich berieseln. Sie plauderte mit der alten Dame. Ließ sich von Gott und der Welt erzählen. Brauchte nur hin und wieder etwas einzustreuen, um den Redefluß nicht versiegen zu lassen. Sie bedauerte fast als sie die Idylle verlassen mußte. Sie rappelte sich auf als der Bus hielt. Sie hatte schon das eine oder andere Mal gedacht, wie nett das war mit einer Haltestelle fast vorm Haus. Sie hatte dabei allerdings immer eher an Regen gedacht als an Gehbehinderungen. Sie verabschiedete sich von der Dame, lächelte ihr noch einmal zu, als sie ihr noch nach rief in Zukunft aber besser auf sich aufzupassen.

Sie tappte die paar Schritte zum Haus. Mühte sich die fünf Stufen bis zur Tür hoch. Dann stand sie im kühlen Hausflur. Sie entschloß sich den Weg nach oben noch ein wenig heraus zu zögern und stapfte zur Hintertür zum Garten hinaus. Neben der Kellertür stand ihr Fahrrad. Sie lächelte. Es würde staubig sein, wenn sie wieder etwas damit anfangen könnte. Sie humpelte nach hinten in den Garten. Faszinierend was viele dieser alten Mietshäuser für Oasen hinter sich versteckten. Der Garten war alt und verwildert. Das Haus voller Leute, die früh zur Arbeit gingen, spät nach Hause kamen und ihre knappe Freizeit in Zeitgeistkneipen oder im Fitneßcentern zubrachten. Die Sandkiste war vor vielen Jahren wohl zuletzt benutzt worden. Die zwei Grills verrosteten sicher auch schon seit Jahren. Beeke schleppte sich zu dem schönen alten Sonnenstuhl neben der Birke, den sie letztes Frühjahr auf dem Sperrmüll ergattert hatte. Sie setzte sich, verschnaufte, atmete tief durch. Jetzt war sie ja doch schon gespannt. Sie legte die Füße hoch und begann dann ihren rechten Fuß auszupacken. Sandale ab, Baumwollsocke aus, dann kamen weiße Bandagen. Beeke wickelte ihren Fuß behutsam aus. Sie wurde etwas blasser um die Nase, als sie die blauviolett verfärbten Knubbel sah, die vor drei Tagen ihre Zehen gewesen waren. Zwei Zehennägel waren ab, die Zehengelenke bis zur Unkenntlichkeit geschwollen. Sie holte tief Luft, dann wickelte sie entschlossen weiter. Fußgewölbe und Ballen waren tief violett vor Blutergüssen. Das Gelenk schillerte in allen Farben des Regenbogens. Vorherrschend war allerdings ein kränkliches Gelb. Fußgelenk und Gewölbe waren unter den Schwellungen kaum auszumachen. Sie fragte sich, ob sie die letzten zwei Stockwerke auf Händen und Knien hoch kriechen würde. Sei's drum. Sie wickelte ihren anderen Fuß auch noch aus, schnaufte etwas erschrocken, weil er noch schlimmer aussah als der andere. Der kleine dicke Zeh hatte das Format einer Tomate und war fast mehr schwarz als lila. Wo ihr Zehennagel gewesen war, war eine Wunde. Sie würde sich mit den Krücken wohl noch richtig anfreunden!
Na denn – sie lehnte sich in ihren Sonnenstuhl und genoß die warmen Strahlen auf der Haut. Jetzt ein gutes Buch. Sie mußte schmunzeln. So einfach war das nicht mehr. Sie würde sich in den folgenden Tagen jeden Schritt gut überlegen müssen. Das lag ihr eigentlich gar nicht. Sie flitzte sonst manchmal dreimal in der Stunde die Treppen rauf und runter. Eiskaffe. Buch vergessen. Saft holen. Das war jetzt wohl erstmal nix mehr. Sie würde das schon hin bekommen.

Sie hatte einen wunderbaren, langen Nachmittag im Garten verdöst. Erst gegen fünf hatte ihr Durst sich nach oben in die Wohnung getrieben. Sie hatte fast geheult, als sie endlich in ihren Flur gekrochen war und erst ein mal eine viertel Stunde einfach nur auf dem Teppich gelegen. Dann war es langsam besser geworden. Es war nicht einfach gewesen sich zu arrangieren aber so alles in allem ging es eben. Ihr Eßtisch stand im großen Zimmer. Sie hatte auf dem Küchenfußboden gegessen. Wenn man zum gehen auf zwei Krücken angewiesen ist, kann man keine Butterdose tragen. Wenn man auf Händen und Knien läuft, auch nicht. Es sah so aus, als würde der alte Teewagen in den nächsten Tagen wieder zu Ehren kommen.

Jetzt lag sie im Bett, müde, erschöpft und ganz zufrieden. Ich ruf dich wieder an, hatte er gesagt. Beeke schmunzelte. Das Wochenende könnte man doch gern mal wiederholen – vielleicht nicht gleich diesen Monat.

Re: Blind Date

#14
So - das wars!

Ist ja doch recht still hier. Ich danke mal meinen beiden Lesern - so die denn bis zum Ende durchgehalten haben :mrgreen2:

Und - gab es eine stille Leserschaft?
Ich wuerd mich ueber Kommentare jedenfalls freuen.
Danke!

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